Frauengesundheit: Wie du mit der richtigen Balance deine Hormone unterstützen kannst
Frauengesundheit in den besten Jahren
Das Frau SEIN und die Weiblichkeit dürfen in vollen Zügen, in jedem Lebensabschnitt, gelebt werden. Hormone nehmen dabei immer Einfluss auf unsere Gesundheit.
Die weiblichen Sexualhormone Östradiol und Progesteron werden meistens in Verbindung mit dem Menstruationszyklus, der Schwangerschaft und den fruchtbaren Jahren gebracht, doch auch nach der Menopause ist ein geregelter Hormonhaushalt eine Grundvoraussetzung für mehr Gesundheit und Vitalität.
Das Hormonsystem – ein fein abgestimmter Regelkreis
Das Hormonsystem ist ein komplexer Regelkreis. Die erste Befehlsinstanz ist der Hypothalamus, ein Bereich des Zwischenhirns, der Stoffe bildet, die die zweite Befehlsinstanz, die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), steuern. Die Hypophyse bildet wiederum Hormone wie das FSH (follikelstimulierende Hormon) und das LH (luteinisierende Hormon).
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FSH sorgt in der ersten Zyklushälfte dafür, dass in den Eizellen Follikel heranreifen. Diese Follikelzellen produzieren Östradiol, das die Durchblutung der Gebärmutter fördert.
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LH ist für den Eisprung verantwortlich.
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Nach dem Eisprung bildet der Gelbkörper (das leere Follikel) Progesteron, das Hormon der zweiten Zyklushälfte.
- Östrogen und Progesteron wirken auf vielfältige Weise zusammen.
Wie verändert sich der Hormonspiegel mit dem Alter?
Progesteron ist eines der ersten Hormone, bei dem die Produktion bereits Mitte 30 nachlässt.
- Oft liegt schon im Alter zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ein Ungleichgewicht zwischen den Hormonen Progesteron und Östrogen vor. Häufig besteht eine Östrogendominanz, also ein Überwiegen von Östrogen gegenüber dem Progesteron. Die Symptome gleichen einem Progesteronmangel. Eine sogenannte physiologische Östrogendominanz kann durch hormonelle Disruptoren aus der Umwelt, wie Bisphenole aus Plastikverpackungen, verstärkt werden.
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Zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr verliert die hormongesteuerte Kommunikation zwischen Eierstöcken und Hypophyse an Präzision.
- Der Zustand der Vormenopause, auch Perimenopause genannt, ist dadurch geprägt, dass es weniger häufig oder fast gar nicht mehr zum Eisprung kommt und dadurch bedingt wird weniger oder fast kein Progesteron mehr gebildet, aber die Östrogenbildung in der 1. Zyklushälfte ist noch aktiv. Durch den erhöhten FSH-Spiegel versucht der Körper den Mangel zu kompensieren.
- Die Zeit der Menopause ist durch einen Östrogenmangel charakterisiert.
- Nach der Menopause werden deutlich weniger Sexualhormone gebildet. Der Körper lernt mit der neuen Situation gut umzugehen, außer die Schilddrüsen-, die Nebennierenrinden- und Darmgesundheit sind beeinträchtigt.
Progesteron ist für beide Geschlechter wichtig
Progesteron beeinflusst als Steroidhormon Östrogen, Cortisol und Testosteron. Progesteron ist wichtig für:
- Psyche, Gehirnaktivität und -leistung, Konzentration und Stressbewältigung, Schlaf
- Energie und Stoffwechsel
- Stabilität der Knochen, Steigerung der Kollagenbildung, Verlängerung der Lebensdauer von Hautzellen (und somit auch gegen Faltenbildung)
- Blutgerinnung
- Immunsystem
- Zucker- und Fettverarbeitung, Cholesterinregulierung
- Herz- und Schilddrüsengesundheit
- gesunde Brust, Gebärmutterschleimhaut, Schwangerschaft, Regulierung der Frauenzyklen
- Prostata-Gesundheit beim Mann
Symptome eines Progesteronmangels (PMS)
PMS kann sich durch eine Vielzahl an Beschwerden äußern, darunter:
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Ein- und Durchschlafstörungen
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Depressive Verstimmungen, innere Unruhe, vermehrte Ängstlichkeit und Aggressionen
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Haut- und Haarprobleme
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Herzschwäche
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Erhöhte Infektanfälligkeit
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Myome und Zysten
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Wassereinlagerungen
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Schmerzhafte Brustspannung
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Fehlende Libido
Durch eine gezielte Wiederherstellung der Balance zwischen Östrogen und Progesteron kann erfolgreich gegen PMS entgegengesteuert werden.
Östrogene
Die Östrogene bilden eine Hormongruppe, zu welcher Östradiol, Östriol und Östron gehören.
- Östron (E1) ist die Speicherform der Östrogene. Es hat eine sehr milde östrogene Wirkung.
- Östradiol (E2) ist das Östrogen mit der stärksten östrogenen Wirksamkeit und ist als weibliches Fruchtbarkeitshormon bekannt - es ist wichtig für die Zellteilung, für die Elastizität der Gefäße und es fördert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.
- Östriol (E3) unterstützt die Durchfeuchtung der Haut und Schleimhäute und hat eine milde östrogene Wirkung. Es kann ein Östriolmangel bestehen, obwohl Östradiol erhöht nachgewiesen wurde.
Hormondiagnostik – Warum ein Speicheltest sinnvoll ist
Bei der Hormonspeicheldiagnostik wird der Anteil der freischwimmenden Hormone im Körper gemessen: Cortisol, DHEA, Progesteron, Testosteron, Östradiol und Östriol. Diese "freien Hormone" bestimmen aktiv den Hormonhaushalt. Im Blut werden die an Proteine gebundenen Hormone gemessen, diese nehmen nicht aktiv am Hormonhaushalt teil. Zur Diagnose und für möglichst genaue Therapieanpassungen ist beides wichtig, sowohl der Hormonspeicheltest als auch der Bluttest.
Ernährung und Hormongesundheit
Durch eine gezielte Ernährungstherapie kann das hormonelle Gleichgewicht aktiv unterstützt werden. Besonders wichtig sind:
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Antioxidantien, um oxidative Prozesse im Körper zu reduzieren
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Ausgewogene Eiweißportionen, die den Hormonstoffwechsel stabilisieren
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Pflanzenextrakte und Vitalpilze, die individuell eingesetzt werden können
Auch die Darmgesundheit spielt eine entscheidende Rolle: Eine gesunde Darmflora enthält Bakterien, die Hormone recyclen und so helfen, das hormonelle Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
Fazit
Ein geregelter Hormonhaushalt ist essenziell für die Frauengesundheit – in jeder Lebensphase. Neben einer gezielten Hormontherapie mit Pflanzenextrakten, Vitalpilzen und Bioidenten Hormoncremen, kann auch eine gut abgestimmte Ernährung erheblich zur Balance beitragen.
Ich begleite dich gerne dabei, dein hormonelles Gleichgewicht mit einer individuellen Therapie zu unterstützen.
Wenn du Fragen hast oder eine persönliche Beratung wünschst, freue ich mich darauf, dich zu begleiten! 😊
Von Frau zu Frau 😊
Maddalena
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