Unsere Knochen: Ein lebendes Gewebe, das die richtige Ernährung braucht
Unsere Knochen sind mehr als nur eine starre Struktur in unserem Körper – sie sind ein lebendiges Gewebe, das kontinuierlich um-, auf- und abgebaut wird. Dieser Stoffwechsel ist entscheidend, um die Stabilität und Anpassungsfähigkeit der Knochen an Belastungen zu gewährleisten und trägt dazu bei, Verletzungen vorzubeugen sowie die Knochendichte langfristig zu erhalten. Sie schützen unsere Organe, dienen als Stützsystem und machen etwa 10 bis 12 % unseres Körpergewichts aus. Gemeinsam mit Muskeln, Bändern, Sehnen und Gelenken ermöglichen sie unsere Beweglichkeit.
Knochen: Eine Dauerbaustelle unseres Körper

Unser Knochengewebe wird etwa alle zehn Jahre komplett erneuert. Dies geschieht durch das harmonische Zusammenspiel verschiedener Zelltypen:
Osteoblasten: Die "Maurer" des Knochens, die ständig neues Material an der Knochenoberfläche ablagern.
Osteoklasten: Die "Fresszellen", die alte mineralisierte Knochenstrukturen abbauen. Sie sind bis zu zehnmal größer als Osteoblasten, sodass es 100 bis 150 Osteoblasten braucht,
um das Werk eines einzigen Osteoklasten auszugleichen.
Osteozyten: Ehemalige Osteoblasten, die im Inneren der Knochensubstanz sitzen. Sie messen mechanische Belastungen und leiten Informationen zur Anpassung des Knochens weiter.
Hormone und ihre Rolle im Knochenstoffwechsel
Verschiedene Hormone regulieren die Aktivität der Knochenzellen:
- Parathormon (Nebenschilddrüsen): Fördert den Knochenabbau, indem es die Osteoklasten aktiviert.
- Calcitonin (Schilddrüse): Hemmt den Knochenabbau durch die Einschränkung der Osteoklasten-Aktivität.
- Östradiol: Regt die Osteoblasten an und verhindert so einen weiteren Abbau des Knochens.
- Progesteron: Baut aktiv Knochensubstanz auf.
Veränderungen der Knochendichte mit dem Alter
Die stabilste Knochenstruktur erreichen wir zwischen dem 30. und 35. Lebensjahr („Peak Bone Mass“).
Danach beginnt ein langsamer Abbau:
- Frauen verlieren zwischen 40 und 70 Jahren bis zu 40 % ihrer ursprünglichen Knochenmasse.
- Männer verlieren im gleichen Zeitraum etwa 20 %.
- Nach der Menopause verlangsamt sich der Knochenabbau, betrifft jedoch vor allem die Rinde der Röhrenknochen, was mechanische Schwachstellen und Poren entstehen lässt.
Ernährung für starke Knochen
Auch wenn Calcium für unsere Knochen essentiell ist – es geht um viel mehr als nur diesen einen Mineralstoff! Eine optimale knochengesunde Ernährung setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:
- Ausgewogene Kost: Reich an frischen pflanzlichen Lebensmitteln, hochwertigen Ölen, Eiweiß und ausreichend Calcium.
- Mehrere kleine Mahlzeiten: Um eine gleichmäßige Calcium-Versorgung sicherzustellen.
- Individuelle Vitaminversorgung: Je nach persönlichem Bedarf.
- Regelmäßige Bewegung: Fördert das Zusammenspiel von Skelett, Muskeln, Sehnen, Bändern und Nerven und regt gewebsaufbauende Prozesse an.
Gezielte Unterstützung für deine Knochengesundheit
Neben der Ernährung kann eine individuell abgestimmte Darmkur und der gezielte Einsatz von Pflanzenstoffen helfen, den Hormonhaushalt auszugleichen und die Knochengesundheit zu optimieren.
Auch folgende Nährstoffe können eine Rolle spielen:
- Mineralstoffe: Silizium, Bor, Zink, Kupfer, Mangan
- Knorpel- und Gelenkschutzstoffe: Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat
- Pflanzenstoffe: Weihrauch, Curcuma
- Strukturproteine: Kollagen, Hyaluronsäure
Fazit: Deine Knochengesundheit liegt in deinen Händen
Der Erhalt starker Knochen ist kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung. Mit der richtigen Ernährung, gezielten Nährstoffen und regelmäßiger Bewegung kannst du aktiv dazu beitragen, deine Knochen stark und widerstandsfähig zu halten.
Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du deine Knochen optimal versorgen kannst?
Dann melde dich gerne bei mir – ich begleite dich auf deinem Weg zu einer knochenstarken Ernährung!
Du kannst mich per E-Mail oder Telefon kontaktieren oder die Ernährungsberatung für weitere Informationen besuchen.
Ich freue mich auf dich
Maddalena